Hallenordnung

Allgemein

Geltungsbereich: diese Hallenordnung gilt für alle Räumlichkeiten der Kletterhalle Wien. Der Kauf einer Eintrittskarte und die schriftliche Registrierung mit dem Anmeldeformular sind Voraussetzung, um in der Kletterhalle Wien zu klettern. Das Klettern ist dennoch mit einem nicht kalkulierbaren Restrisiko verbunden und erfordert daher ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Umsicht. Das eigenständige Klettern und der Aufenthalt in den Räumlichkeiten der Kletterhalle Wien erfolgt auf eigene Gefahr.Die Kletterer/innen werden nicht beaufsichtigt. Minderährigen unter 14 Jahren ist der Eintritt nur in Begleitung von Erwachsenen gestattet. Minderjährige ab dem vollendeten 14. Lebensjahr bis zum vollendeten 18. Lebensjahr benötigen die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten. Diese Unterschrift muss in den Räumlichkeiten der Kletterhalle Wien erfolgen – Eltern haften für ihre Kinder. Die Kletterhalle Wien kann keine Haftung für verlorene Wertgegenstände übernehmen. Es gilt im gesamten Bereich der Kletterhalle Wien Rauchverbot. Haustiere können nicht in die Kletterhalle mitgenommen werden. Die Kletterhalle Wien darf nicht unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Drogen benützt werden.Es dürfen in der Kletterhalle keine zerbrechlichen Gefäße wie z. B. Glasflachen, etc.verwendet werden.Den Anweisungen der Mitarbeiter/innen der Kletterhalle Wien ist Folge zu leisten. Wer gegen diese Hallenordnung oder die Anweisungen der Mitarbeiter/innen der Kletterhalle Wien verstößt, kann von der Benutzung der Anlage ausgeschlossen werden. In diesem Fall entsteht kein Anspruch auf Rückerstattung des Eintrittspreises.

Sicherheit

Es dürfen nur jene Benutzungsarten (Bouldern/Toprope/Vorstieg) angewandt werden, für die nach der Anmeldung eine Berechtigung besteht. Keinesfalls dürfen die in der Kletterhalle gemeisterten Schwierigkeitsstufen als direkter 1:1 Maßstab für das Klettern am natürlichen Fels oder gar im alpinen Gelände übernommen werden. Es ist immer nur ein/e Kletterer/in pro Sicherungslinie erlaubt. Ein Ausqueren aus den Routen ist nicht gestattet! Auch seitlich ist auf ausreichenden Abstand zu achten. Bei den Boulder,- Vorstiegs- und Topropewänden sind die Sturzräume im Einstiegsbereich freizuhalten. Es darf nie unter einem/r Kletterer/in geklettert werden. Vor jedem Klettern ist unbedingt ein Partner/innencheck durchzuführen. Griffe, Tritte, Haken, Express-Schlingen, Umlenker, Topropeseile dürfen von den Kletternden nicht neu angebracht, verändert oder entfernt werden. Künstliche Klettergriffe können sich unvorhersehbar lockern oder brechen und dadurch die Kletternden und andere anwesende Personen gefährden oder verletzen. Obwohl die Griffe vom Personal der Kletterhalle Wien gewissenhaft gesetzt wurden bleibt daher ein Restrisiko. Desgleichen ist mit dem Herabfallen von Klettermaterial zu rechnen – wir empfehlen die Verwendung eines Helms. Bitte meldet lockere oder beschädigte Griffe und Tritte an das Team der Kletterhalle Wien. Sämtliche verwendete Ausrüstung muss ausschließlich den aktuellen Normen entsprechen. Um Verletzungen vorzubeugen, empfehlen wir vor dem Klettern ausreichend aufzuwärmen. Das Klettern ist nur mit Kletterschuhen oder Hallenschuhen (kein Abrieb) erlaubt. Aus hygienischen Gründen ist das Klettern in Straßenschuhen, Socken oder barfuß nicht gestattet. Beim Klettern dürfen wegen Verletzungsgefahr keine Uhren, Ringe, Schmuckstücke, Armbänder, etc. getragen werden. Körperschmuck (Piercings, etc.) ist vor dem Klettern zu entfernen, abzudecken bzw. abzusichern. Offene lange Haare zusammenbinden! Keine Kopftücher oder Krawatten verwenden. Wir ersuchen Magnesia in Form eines Chalkballs zu benutzen, um die Staubentwicklung gering zu halten.

Bouldern

Bouldern (seilfreies Klettern) ist ausschließlich an den gekennzeichneten Boulderwänden erlaubt. Bouldermatten sind Sturzraum und daher freizuhalten!

Seilklettern

Jeder Seilkletterer, jede Seilkletterin muss die verwendeten Sicherungsmittel beherrschen. Es ist mit höchster Aufmerksamkeit zu sichern – die Verwendung von Mobiltelefonen, Mp3-Playern oder ähnlichem während des Kletterns/Sicherns ist nicht gestattet – kein Sichern im Liegen oder Sitzen. Es dürfen nur normgeprüfte Sicherungsgeräte verwendet werden. Wir empfehlen die Verwendung eines Tubers. Die Seilenden sind immer mit einem Knoten ins Ende des Seils zu Sichern. Kein freies Seilende! Damit alle Routen beklettert werden können, müssen die verwendeten Seile mindestens 50m lang sein. Achtung beim Verwenden von kürzeren Seilen! Vorsicht bei großen Gewichtsunterschieden zwischen den Kletterpartner/innen. Es darf nur 1 Seil in eine Umlenkung eingehängt werden. (Anderenfalls: Durchschmelzungsgefahr!) Die Kletterpartner/innen müssen langsam und gleichmäßig abgelassen werden. Vor dem Ablassen, Seil immer in beide Umlenkkarabiner einhängen und Kontakt mit dem/der Kletterpartner/in aufnehmen. Topropeklettern an Zwischensicherungen ist verboten. Wird die Umlenkung am Ende einer Route nicht erreicht, muss das Seil abgezogen werden. Von der Kletterhalle Wien eingerichtete Topropeseile dürfen nicht verändert werden. Falls beim Topropeklettern mit Karabinern ins Seil eingehängt wird, sind unbedingt 2 Schraubkarabiner oder gleichwertige verschließbare Karabiner gegengleich einzuhängen.

Vorstieg

Beim Vorstiegsklettern muss jede in der Route vorhandene Zwischensicherung eingehängt werden. Beim Vorstiegsklettern müssen sich die Kletternden direkt ins Seil einbinden! Wir empfehlen das direkte Einbinden ins Seil mittels Achterknoten. GRUPPEN und EXTERNE KURSE Bei Gruppen haften die jeweiligen Leiter/innen für das Einhalten der Hallenordnung durch die Gruppenmitglieder. Die Leiter/innen müssen volljährig sein. Kurse dürfen nur nach erfolgter Anmeldung und Genehmigung durch die Kletterhalle Wien abgehalten werden.

Wien, Oktober 2006