Was ist Klettertherapie?

Diese Form der Therapie bedient sich der Möglichkeiten des Klettersports!

Das Therapeutische Klettern ist ein Therapiekonzept, das in vielen therapeutischen Bereichen Einzug gehalten hat, wie z.B.: in die Physio – und Ergotherapie, die Erlebnispädagogik und Psychotherapie.

Klettern in der Physiotherapie

Bei einem Großteil der heutigen Berufe ist unser Körper hohen einseitigen Belastungen wie langem Sitzen oder Stehen, oder schwerem Heben und Tragen von Lasten ausgesetzt. Dies führt nicht selten zu unspezifischen Rücken- und Schulterschmerzen, Bandscheibenproblemen oder längerfristig zu Haltungsschäden. Mit einem dosierten, spezifischen Training an der Kletterwand so wie anderen Therapiegeräten wollen wir solchen Problemen gezielt entgegenwirken, bzw. bereits vorhandene Dysbalancen ausgleichen.

Jedoch auch bei orthopädischen Erkrankungen und nach Verletzungen an den Extremitäten oder Wirbelsäule kann mit Hilfe des therapeutischen Kletterns verbliebene muskuläre Schwächen oder Bewegungseinschränkungen verringert bzw. behoben werden.

Ein großer Anwendungsbereich sind außerdem Haltungsschwächen sowie Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen bei Kinder und Jugendlichen. Durch ein spielerisches und erlebnisintensives Übungsprogramm an der therapeutischen Kletterwand können diese ohne den Eindruck einer „klassischen Therapiesituation“ behandelt werden.

In den letzten Jahren findet das Therapeutische Klettern außerdem Einzug in die Neurologie. So wird diese Therapiemethode erfolgreich bei  Lähmungen nach z. B: einem Schlaganfall zur Beeinflussung des Muskeltonus oder der Körperwahrnehmung eingesetzt.

 

Klettern in der Ergotherapie